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Peelings als Problemlöser
Peelings als Problemlöser

Peelings als Problemlöser

Chemische Peelings können viele Hautprobleme lösen – doch nur in der richtigen Zusammensetzung. Die Zusammensetzung der passenden Kombinationen erfordert natürlich eine gute fachliche Kenntnis. Dieser Artikel soll erörtern, welche Kombinationen geeignet sind.

 Mosaik Peeling

Bei diesem Peeling-Verfahren werden gleichzeitig auf verschiedene Gesichtsbereiche unterschiedliche Peelings aufgetragen. Der Grund dafür sind die variierende Dicke und Acidität der Haut. Demnach unterscheiden sich auch die Probleme.
Das Problem dieser Methode sind die Grenzen zwischen den verschiedenen Zonen. Die verschiedenen Präparate können miteinander reagieren und ggf. Demarkationslinien hinterlassen.
Anwender, die diese Methode wählen, haben meist eine schlechte Kenntnis über die Palette an Produkten, die Ihnen zur Verfügung steht. Denn diese ist für die Chemoexfoliation so umfangreich, dass man immer ein Produkt findet, welches mehrere Probleme auf einmal lösen kann.

 Stufenpeeling bzw. Mehrschicht-Peeling

Auch bei dieser Variante werden verschiedene Peelings während einer Prozedur angewendet. Allerdings nicht nebeneinander, sondern aufeinander. Dies ist ein korrekter Ansatz zur Kombination von Peelings. Die Gefahr von Demarkationslinien bleibt auch aus. Allerdings muss man berücksichtigen, wie die Haut auf ein Peeling reagiert und was dies für das folgende Peeling bedeutet.
In diesem Artikel soll es um eine neue Methode des Mehrschicht-Peelings gehen, welche für Fachleute sicher schon bekannt ist. Das sogenannte AHA Progressive Peel. Der Name bedeutet soviel wie „aufhäufendes Peeling“. Bei dieser Methode werden auf die gleiche Hautfläche mehrere ziemlich starke Peelings, die keine Neutralisierung erfordern, aufgetragen.
Die Peelings werden mit zunehmender Stärke aufgetragen. Diese Vorgehensweise ermöglicht es, die Reaktion der Haut zu beobachten und die Behandlung ggf. zu stoppen. Jedes neue, stärkere Peeling ist ein Test, ob die Haut dieses verträgt. Bleibt ein Erythem aus, so wird das nächst stärkere Peeling aufgetragen und falls doch eines auftritt, wird das letzte Peeling angewendet.

Das AHA Progressive Peeling verwendet im Gegensatz zu dem traditionellen progressiven Peeling AHA-Säuren. Dadurch wird das Peeling weniger traumatisch für die Haut und findet bei Patienten großen Anklang. Es werden AHA-Peelings mit einem pH-Wert ausgewählt, die eine Neutralisierung erfordern. Dadurch wird das Verfahren weniger linear und setzt komplexe Handlungsalgorithmen voraus, je nachdem ob Erytheme auftreten oder nicht.
Dieser Algorithmus wird im Folgenden ausführlich beschrieben.
Ähnlich wie beim klassischen progressiven Peeling werden hintereinander verschiedene Präparate aufgetragen. Dadurch ist es möglich, in einer Behandlung mehrere ästhetische Probleme zu lösen und eine umfassende Wirkung zu erzielen. Jedes Präparat wird in einer Schicht aufgetragen.
Die Peeling-Behandlung beginnt mit dem Präparat mit dem höchsten pH-Wert. Nach und nach werden Peelings mit geringerem pH-Wert aufgetragen. Sobald ein Erythem auftritt wird das Peeling neutralisiert, abgewaschen und es wird die abschließende regenerierende Maske aufgetragen.
Es kann natürlich sein, dass bei einer ersten Peeling-Behandlung nur ein einziges Peeling verwendet wird. Dies steigert sich individuell von Behandlung zu Behandlung.

 Vorteile

·         Atraumatisch

·         Wirkungsvoll

·         Ausgeprägte stimulierende Wirkung auf die Epidermis

·         Kurze Rehabilitationszeit

·         Hohe Sicherheit

·         Gute Kontrollierbarkeit

·         Leicht anzuwenden

·         Bequeme Dosierung der Wirkungskraft

Indikationen für die Anwendung

·         Alternde und welke Haut

·         Epidermale Falten

·         Ausgeprägte Hyperkeratose

·         Haut-Mikrorelief-Defekte

·         Sonnenlichtalterung

·         Oberflächenhyperpigmentierung

·         Reduzierter Hautton


 Kontraindikationen

·         Unverträglichkeit auf Komponenten der Präparate

·         Infektiöse Hauterkrankungen (Trichophytose, Mikrosporie, Pyodermie, Herpes im akuten Stadium)

·         Entzündliche Formen der Akne

·         Hautschuppung und lockere Hautschicht

·         Verletzung der Integrität der Haut

·         Chronische Dermatose im akuten Stadium (Ekzem, Psoriasis)


 Protokoll der Behandlung

Die hochwirksame, atraumatische und risikofreie Behandlung AHA PROGRESSIVE PEEL wird folgendermaßen durchgeführt:

Vorbereitende Phase: Reinigung

Die Behandlung mit den chemischen Peelings von Medic Control Peel startet mit einer zweistufigen Reinigung. Zuerst erfolgt die Vorreinigung der Haut. Dabei wird mit dem Mizellenwasser Micellar Cleansing Water Eye & Face (Mesaltera by Dr. Mikhaylova) das überschüssige Make-Up entfernt. Anschließend wird mit dem leichten Schaum Cleanser Mousse die Hauptreinigung durchgeführt.

Das Cleanser Mousse enthält die pflanzlichen Enzyme Bromelain und Papain, welche eine keratolytische Wirkung haben und dadurch die oberflächliche Hornschicht der Haut erweichen. Dadurch wird die Epidermis durchlässiger für Stoffe, die im Folgenden verwendet werden. Die Mousse enthält eine große Konzentration Harnstoff. Dabei handelt es sich um eine osmotisch aktive, geruchslose Substanz, die eine starke und schnelle feuchtigkeitsspendende Wirkung hat. Außerdem verstärkt sie die keratolytische Wirkung. Solch eine starke Express-Hydratation der Epidermis reduziert die Aggressivität jeder Chemoexfoliation und das Peeling wirkt sanfter und angenehmer auf die Haut.
Zunächst wird ein Wattepad mit dem Mizellenwasser Micellar Cleansing Water Eye & Face befeuchtet. Damit wird das Gesicht von überschüssigem Make-Up gereinigt. Anschließend werden ein bis zwei Pumpstöße des Cleanser Mousse mit feuchten Händen und massierenden Bewegungen ein bis zwei Minuten auf der Haut verteilt. Die Reste des Produktes werden mit Wasser abgespült und die Haut anschließend mit Papiertüchern getrocknet.

Wichtig! Jede Behandlung mit einem chemischen Peeling muss in Handschuhen durchgeführt werden, da das aggressive Medium der Chemoexfolianten die Haut der Hände beschädigen kann. Zwar ist die Haut an den Händen dichter und besser geschützt als die Gesichtshaut des Patienten; die vielen chemischen Peelings, die ein Anwender am Tag durchführt, sind trotzdem eine Belastung für die Haut. Vergleichsweise wird ein chemisches Peeling im Gesicht auch nur alle paar Wochen oder Monate durchgeführt und nicht mehrmals täglich.

 

Grundphase: Peeling

Schritt 1: Sanftes Mandelpeeling

Als erstes wird eines der leichtesten AHA-Peelings aufgetragen. Mandelicpeel 40% besteht hauptsächlich aus Mandelsäure und einer Alpha-Hydroxyl-Säure mit einem hohen Molekulargewicht und einem niedrigen Durchdringungskoeffizienten. Aufgrund der großen Molekülgröße dringt das Peeling nicht tief in die Haut ein und schädigt das Gewebe auch nicht. Auch der niedrige pH-Wert von 2,0 unterstützt die schonende, angenehme Wirkung des Peelings. Dennoch hat es eine stimulierende und verjüngende Wirkung auf die Oberflächenschichten der Epidermis und die Mandelsäure wirkt noch dazu entzündungshemmend.
Das Peeling wird in folgender Reihenfolge auf die handtuchtrockene Gesichtshaut aufgetragen: Stirn, Kinn, Wangen und abschließend die Augenlider. Sollte ein Erythem auftreten, muss sofort eine Schicht Neutralisationsmittel aufgetragen werden. Nach zwei bis drei Minuten kann man das Mittel wieder abwaschen und die Haut mit einem Papiertuch abtupfen. Anschließend setzt man die Behandlung bei Schritt 5 fort. Ist innerhalb von zehn Minuten kein Erythem aufgetreten, so ist mit Schritt 2 fortzufahren.

mandelicpeel_40.jpg

 

 Schritt 2: Effektives Glykolsäure-Peeling

Im zweiten Schritt wird auf das Mandelpeeling mit einem Pinsel eine Schicht Glykolsäure-Peeling (Glycolicpeel 70%) aufgetragen.
Es ist das kleinste Molekül der Alpha-Hydroxysäure und dringt daher relativ tief in die Haut ein. Aufgrund des nicht-aggressiven pH-Wertes von 1,8 und der bereits verwendeten Mandelsäure wirkt das Peeling schonend. Glykolsäure aktiviert zunächst die mitotische Aktivität der basalen Keratinozyten, stimuliert dadurch die Epidermis und trägt zu deren Wachstum bei.
Glycolicpeel 70% wird in folgender Reigenfolge auf das Mandelpeeling aufgetragen: Stirn, Kinn, Wangen und abschließend auf die Augenlider.
Sollte ein Erythem auftreten, muss man auf das Peeling mehrere Schichten Neutralisationsmittel auftragen, bis die Säure vollständig neutralisiert ist. Danach kann man das Mittel abwaschen und mit einem Papiertuch die Haut trocken tupfen. Anschließend mit Schritt 5 fortfahren.
Tritt bei einer Behandlung mit dem Glykol-Peeling innerhalb von 10 Minuten kein Erythem auf, muss man das Peeling nicht abwaschen und kann mit Schritt 3 fortfahren.

glycolic peel 70.jpg 

Schritt 3: Intensives Brenztraubensäure-Peeling

Auf das Glykol-Peeling wird mit einem Pinsel eine Schicht Brenztraubensäure-Peeling (Pyruvicpeel 40%) aufgetragen. Das Peeling hat einen pH-Wert von 1,4 und zählt damit schon zu den härteren Peelings. Die Brenztraubensäure lockert die Hornschicht auf und erhöht ihre Durchlässigkeit. Außerdem hat sie eine feuchtigkeitsspendende Wirkung, normalisiert die Talgproduktion und hat eine leicht depigmentierende Wirkung.
Pyruvicpeel 40% wird mit einem Pinsel in folgender Reihenfolge aufgetragen: Stirn, Kinn, Wangen und abschließend auf die Augenlider.
Sollte ein Erythem auftreten, müssen mehrere Schichten Neutralisationsmittel auf das Peeling aufgetragen werden, bis die Säure vollständig neutralisiert ist. Danach kann das Mittel abgewaschen und mit Schritt 5 fortgefahren werden. Tritt kein Erythem innerhalb von zehn Minuten während der Behandlung mit Pyruvicpeel 40% auf, so muss das Peeling nicht abgewaschen werden und es kann mit dem vierten Schritt fortgefahren werden.

pyrovicpeel.jpg

Schritt 4: Starkes Milchsäure-Peeling

Im vierten Schritt wird mit einem Pinsel eine Schicht Milchsäure-Peeling (Lacticpeel 50%) aufgetragen. Es zählt zu den härtesten AHA-Peelings. Lacticpeel hat wie Pyruvicpeel eine feuchtigkeitsspendende und depigmentierende Wirkung, wirkt aber stärker. Besonders gut funktioniert das Peeling auf dünner Haut mit geschlossenen Komdeonen und mit Anzeichen von Hyperatose oder follikulärer Hyperkeratose. Außerdem wirkt das Peeling hervorragend bei Sonnenlichtalterung.
Das Peeling wird in folgender Reihenfolge mit einem Pinsel aufgetragen: Stirn, Kinn, Wangen und abschließend Augenlider. Sobald ein Erythem auftritt müssen mehrere Schichten Neutralisationsmittel aufgetragen werden, bis die Säure vollständig neutralisiert ist. Anschließend das Mittel abwaschen und die Haut mit Papiertüchern trocken tupfen.
Sollte sich innerhalb von 10 Minuten kein Erythem gebildet haben, muss man das Peeling trotzdem neutralisieren und abwaschen und anschließend mit einem Papiertuch trocken tupfen.

Der Sinn und Zweck dieses Verfahrens bestehen darin, die Haut mit der Durchführung der verschiedenen Peelings zu testen. Erweist sich das aufgetragene Peeling als zu schwach, wird das nächst stärkere Peeling angewendet. Wenn nicht, wird die Behandlung beendet. Dieser Ansatz ermöglicht es, im Laufe von einer Behandlung die notwendige Einflusskraft auszuwählen.

lacticpeel 50.jpg

Letzte Phase

Schritt 5: Regenerierende Maske

Abschließend wir die regenerierende und feuchtigkeitsspendende Maske Vegefarma angewendet. Sie hat die Konsistenz einer geschmeidigen Salbe und enthält natürliche pflanzliche Öle mit gesättigten und ungesättigten Fettsäuren. Diese befeuchten, beruhigen und regenerieren die Haut nach einem Peeling. Die Maske spendet den Gesichtsbereichen, die nach Anwendung eines chemischen Peelings fettige und nahrhafte Komponenten brauchen, diese und schützt sie vor dem Austrocknen. Die Maske ist auch reich an entzündungshemmenden pflanzlichen Inhaltsstoffen wie beispielweise Extrakte aus Weidenröschen und Kamille. Das macht sie als Abschluss eines Peelings unverzichtbar.
Um die Haut nach der Behandlung vor ultravioletter Strahlung zu schützen, werden Sonnenschutzpräparate verwendet.
Die Maske Vegefarma wird großzügig und gleichmäßig auf die trockene und saubere Haut aufgetragen. Nach 15 bis 20 Minuten Einwirkzeit können die Reste der Maske mit einem Papiertuch entfernt werden. Anschließend wird das Sonnenschutzmittel aufgetragen. Wenn sich eine Schuppigkeit der Haut beobachten lässt, so sollte man eine Creme mit einem hohen Schutzfaktor wählen, wie beispielweise Mediscreen SPF 85. Wenn die Exfoliation abgeschlossen ist, kann man zum Creme-Serum JV Expert Mosturizer SPF 50+ (Mesaltera by Dr. Mikhaylova) wechseln.

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Pflege nach dem Peeling

In der Zeit nach dem Peeling können Trockenheit und leichte Schwellungen auftreten.
Ab dem dritten Tag ist das Auftreten einer feinlamelligen Schuppenbildung möglich, die drei bis vier Tage dauert. Während der gesamten Nach-Peeling-Zeit sollte der Patient die Vegefarma-Creme von Medic Control Peel verwenden. Die Creme hat weniger aktive Komponenten als die gleichnamige Maske ist sonst in der Zusammensetzung aber identisch. Parallel dazu sollte der Patient während der ganzen Behandlungszeit und innerhalb von einem Monat nach der letzten Behandlung die Sonnencreme Mediscreen SPF 85 oder der Feuchtigkeitscreme UV Expert Moisturizer SPF 50+ (Mesaltera by Dr. Mikhaylova) verwenden.
Der Grundkurs des progressiven AHA-Peelings besteht aus zehn bis zwölf Prozeduren, die im Abstand von einer Woche durchgeführt werden.


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