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Korrektur im Intimbereich

Korrektur im Intimbereich

Der weibliche Intimbereich kann sehr unterschiedlich aussehen. Dies ist völlig normal und liegt in der Natur des Menschen. Veränderungen im Intimbereich durch Geburten oder das zunehmende Alter sowie zu große oder zu kleine Schamlippen können Scham, Unwohlsein und Schmerzen verursachen. Durch die moderne ästhetische Medizin ist es möglich, diese Defekte zu korrigieren, sodass den Patientinnen wieder zu mehr Selbstbewusstsein verholfen wird und ein schmerzfreies Leben ermöglicht werden kann. Im Folgenden wollen wir die verschiedenen Methoden und Mittel, die Experten der Ästhetik-Branche zur Korrektur des Intimbereichs anbieten, vorstellen.

GRÜNDE FÜR UNBEHAGEN

Sexuelle Unzufriedenheit kann sowohl mit psychologischen Problemen, die darauf zurückzuführen sind, dass die Geschlechtsorgane nicht so aussehen, wie gewünscht, als auch mit körperlich unangenehmen Empfindungen während des Geschlechtsverkehrs verbunden sein. Mögliche Gründe dafür sind u.a. angeborene oder erworbene Defekte der Geschlechtsorgane, z.B. Folgen einer komplizierten Geburt, Episiotomie (Scheidendammschnitt) oder chronische Scheidenentzündung. Zum Unbehagen führen auch altersbedingte Veränderungen in den Geweben des Intimbereichs, bei denen die Biosyntheseprozesse beeinträchtigt werden. Besonders ausgeprägt sind diese Veränderungen nach Beginn der Menopause. Es kommt zur Atrophie des Gewebes im Perineum, Trockenheit, Juckreiz oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Der Hormonspiegel, welcher für Tonus, Turgor und Elastizität des Gewebes sorgt, sinkt. Die damit verbundene Libidoabnahme führt zu Problemen im Privatleben.

Das Paradox unserer Zeit: Das sozial aktive Alter der Frauen steigt und das Klimaxalter sinkt dagegen und tritt etwa ab dem 40. Lebensjahr ein.

NATÜRLICHE ALTERNATIVE ZUM SKALPELL

In den letzten Jahren wächst kontinuierlich die Nachfrage nach Dienstleistungen für die Verjüngung des Intimbereichs ohne Op. Dies ist in erster Linie damit verbunden, dass neben der plastischen Chirurgie, Injektions- und Strahlungsmethoden immer häufiger zur Intimkorrektur angewendet werden.

Zu den absoluten Favoriten unter den Injektionspräparaten, die für Korrekturen im Intimbereich verwendet werden, sind hyaluronbasierte Produkte. Diese Substanz bindet eine große Menge an Wasser und speichert diese in den Geweben. Mit zunehmendem Alter reduziert sich dessen Menge in der Dermis und Epidermis. Dieser Mangel löst Involutionsprozesse aus, die Haut wird schlaff und weniger elastisch. Die Hyaluron-Filler-Injektionen im anogenitalen Bereich füllen den Mangel an Weichgewebevolumen aus, machen es wieder straff und verleihen ästhetisches Aussehen.

In einigen Fällen geht es nicht um altersbedingte Veränderungen, sondern um angeborene Defekte. Zum Beispiel bei genitalem Infantilismus, wobei die kleinen Schamlippen über die großen hinausragen. Dieser ästhetische Defekt kann durch Filler-Injektionen in die großen oder kleinen Schamlippen korrigiert werden. Zudem ist die Behandlung schnell sowie risikolos und löst das ästhetische Problem.

GEBURT

Die Hyaluronsäure-Injektionen sind nicht nur bei angeborenen Defekten im Intimbereich indiziert, sondern auch zur Korrektur von Defekten, die während des Geburtsprozesses entstanden sind. Hyaluron-Filler können auch in diesem Fall ein gutes ästhetisches Ergebnis erzielen.

Immer häufiger wenden sich Frauen an Experten der ästhetischen Medizin, da sich das Aussehen der Vagina nach der Geburt verändert - der Geschlechtsverkehr bringt keine Befriedigung wie vor der Entbindung. Durch die Injektion von Hyaluronsäure unter die Schleimhaut am Scheidenvorhof wird der Lumen vermindert, sodass die Patientinnen wieder die Möglichkeit erhalten das ganze Spektrum an sexueller Empfindung zu spüren. Ein zusätzlicher Bonus ist dabei, dass die Filler nicht nur die richtige Form verleihen, sondern auch dank der Wirkung der Hyaluronsäure die inneren Geschlechtsorgane befeuchten, den Tonus erhöhen und das Infektionsrisiko vermindern.

Zu den medizinischen Indikationen für Filler-Injektionen im Intimbereich gehören Trockenheit der Schleimhaut (Xerose), Deformationen, angeborene oder erworbene Asymmetrie der Schamlippen, Perineale Defekte (angeborene, posttraumatische, postpartale), Vulvovaginitis, chronische gutartige Entzündung der Vulva (Kraurose) und leichte Harninkontinenz. Die ästhetischen Indikationen können Tonusverlust, Hautschlaffheit, Lipodystrophie der Schamlippen und Vaginalwandsenkung sein.

G-PUNKT

In der Mitte des 20. Jahrhunderts hat der deutsche Gynäkologie Ernst Gräfenberg zum ersten Mal angefangen über den G-Punkt in der Vagina zu sprechen, bei dessen Aktivierung, laut seinen Worten, die Frau mehrfach stärkere sexuelle Empfindungen während des Geschlechtsverkehrs spürt.

Er behauptete, dass dieser besonders empfindliche Punkt ein kleiner Teil der vorderen Vaginalwand ist und sich 2,5 bis 7,6 cm tief hinter dem Schambein oder der Urethra befindet. Und obwohl spätere Studien die Existenz dieses Punktes nicht eindeutig bestätigen konnten, sind viele Frauen aus eigenen sexuellen Erfahrungen davon überzeugt, dass dieser Punkt existiert.

Durch Hyaluronsäure-Injektionen in den G-Punkt können intensivere Empfindungen erreicht werden, da dieser empfindliche Bereich vergrößert wird. Einige Frauen erleben dank dieser Behandlung zum ersten Mal einen Orgasmus. Die Wirkung bleibt 8 bis 12 Monate erhalten. Durch Hyaluronsäure-Injektionen kann weiterhin die Empfindlichkeit an der Klitoris erhöht werden. Falls die Klitoris vollständig mit Haut bedeckt ist, was der Frau keinen klitorisstimulierten Orgasmus ermöglicht, sollte ein chirurgischer Eingriff bevorzugt werden. In vielen Fällen werden bei der Korrektur des Intimbereichs diese zwei Methoden kombiniert, um nicht nur ein maximal möglich ästhetisches Ergebnis, sondern auch sexuelle Zufriedenheit zu erzielen.

LASERBEHANDLUNG

Heute kann der Laser in einigen Fällen das Skalpell ersetzen. Er wird für die Formung der großen und kleinen Schamlippen, für die Korrektur von hängendem Gewebe und der asymmetrischen oder hypertrophen Klitoris eingesetzt. Er hilft auch bei Hyperpigmentierung im Genital- und Analbereich und bei der narbenlosen Wiederherstellung des Jungfernhäutchens.

Was die Verjüngung und Gewebestraffung betrifft, so ist der Laser fast genauso beliebt wie Injektionsmethoden. Die Zeiten als Laserbehandlungen die oberen Hautschichten beschädigten und den Patienten Qualen vor und nach der Behandlung bereitete, sind vorbei. Durch fraktionierte Laser verwandelte sich die apparative Verjüngung in ein schnelles, sicheres und effektives Verfahren. Dies strafft die Haut, stimuliert die Kollagenproduktion und lässt den Intimbereich möglichst attraktiv aussehen. Die fraktionierte СО2-Laserbehandlung ist eine schonende Behandlung, ohne totale Beschädigung der Haut und der Schleimhaut. Das Ergebnis der Behandlung wird nach und nach sichtbar und ist nach 3 bis 4 Monaten stark ausgeprägt.

Die Sonderlaser für vulvovaginale Verjüngung behandelt nicht nur die Haut der äußeren Geschlechtsorgane. Dieser besitzt auch einen Aufsatz, welcher in die Scheide eingeführt wird. Nach der verjüngenden Laserbehandlung sind die Vaginalwände straffer, der Lumen ist verengt und die nach der Geburt nicht mehr gespürten sexuellen Empfindungen kehren wieder zurück.

MESOFADEN

Zahlreiche Praxen bieten heute eine minimalinvasive Methode der Gesichtsverjüngung mit Mesofäden an. Der dafür verwendete Polydioxanon (PDO) ist ein synthetisches selbstauflösendes chirurgisches Material. Es wird in der ästhetischen Medizin seit über 10 Jahren eingesetzt. Seine Eigenschaften sind gut erforscht: Es wird nicht abgestoßen, ist allergenfrei und wird nach 5 bis 7 Monaten vollständig absorbiert.

Diese Methode kann auch zur Korrektur verwendet werden, um das Aussehen der Haut zu verbessern und das Gewebe im Perineum zu stärken. Nach der Einführung mit Hilfe der Injektionsnadel bleiben die Fäden in den Geweben. Es entsteht ein Gerüst, welches deren Erschlaffen verhindert. Um die Fäden wird Kollagen gebildet, wodurch ein nach und nach zunehmender Liftingeffekt und Effekt einer langfristigen visuellen Verjüngung entsteht. Die Behandlung dauert etwa eine halbe Stunde und ist gut verträglich.

BIOREPARANTEN UND BIOREVITALISATOREN

Neben den Hyaluron-Fillern gibt es auch andere Hyaluronsäure-Produkte, die mit jedem Jahr immer öfter verwendet werden, um den Intimbereich zu korrigieren. Zum Beispiel, Bioreparanten und Biorevitalisatoren auf der Basis von Hyaluronsäure in Kombination mit unterschiedlichen bioaktiven Substanzen. Diese Präparate werden zu therapeutischen Zwecken eingesetzt. Sie helfen die Kollagensynthese zu stimulieren, die Haut zu befeuchten und den Blutfluss sowie die Struktur und andere Haut- und Schleimhauteigenschaften zu verbessern.

Experten stellen fest: Je häufiger sich die Frau im Intimbereich injizieren lässt, desto größer ist die Erfassungsfläche und desto besser ist das Ergebnis. Zur Verjüngung des Intimbereichs sind mehrere Dutzend Mikroinjektionen erforderlich. Sie erfolgen im äußeren Bereich und falls erforderlich im inneren Bereich der Geschlechtsorgane. Zur Schmerzbetäubung wird in der Regel Lidocain in Form eines Sprays oder einer Salbe verwendet. Die Kontraindikationen sind in diesem Fall die gleichen wie die gewöhnlichen Kontraindikationen bei allen Injektionsbehandlungen: Schwangerschaft, Stillzeit, akute und autoimmune Erkrankungen. Dazu kommen gynäkologische Aspekte: Im Behandlungsbereich dürfen keine Infektionsagenten vorhanden sein. Deshalb erfolgt vor der Behandlung eine obligatorische gynäkologische Untersuchung mit Abstrich.

Es ist bemerkenswert, dass vor kurzem eine ganze Klasse neuer Präparate (Hyalrepair Bioreparanten vom „Labor TOSKANI“, Russland) erschienen ist, die hauptsächlich modifizierte Hyaluronsäure enthalten. Sie degradiert wesentlich langsamer als in gewöhnlichen Präparaten, wodurch aktive Substanzen, die an Hyaluronsäuremoleküle gebunden sind, wesentlich länger wirken und es schaffen die Regenerationsprozesse in den Geweben zu starten. Also ist es zu erwarten, dass diese Verjüngungsart in der Zukunft immer mehr an Beliebtheit gewinnen wird.

EIGENES BLUT

Was tun, wenn der Patient zu Allergien neigt? Manchmal kommt es vor, dass die atopische Haut allergisch auf die Injektionspräparate reagiert. In diesem Fall ist Plasmolifting die beste Alternative. Das Wesen der Methode besteht darin, dass dem Patienten sein eigens Blut abgenommen, zentrifugiert und das dadurch erhaltene thrombozitäre Autoplasma zurück injiziert wird. Das Plasma spielt in diesem Fall die Rolle eines Mesopräparats oder Biorevitalisators. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass in diesem keine fremden chemischen Komponenten enthalten sind. Die in den Thrombozyten enthaltenen Wachstumsfaktoren stimulieren die Regeneration von Gewebe und Schleimhaut. Daher können auch verjüngende Behandlungen im Intimbereich jenen Patienten angeboten werden, die alle anderen Präparate nicht vertragen.

ENTSPANNENDES BOTULINUMTOXIN

Heute verwenden immer mehr Gynäkologen das jedem bekannte Botulinumtoxin zur Vaginismusbehandlung. Vaginismus ist ein krampfartiges Zusammenziehen des Scheidenringmuskels und der Muskeln des Perineums beim Geschlechtsverkehr, ärztlicher Untersuchung oder sogar beim Einführen eines gewöhnlichen Tampons. Die Botulinumtoxin-Injektionen entspannen die Scheidenmuskeln, sodass die Patientin wieder ein normales Leben führen kann.

Quelle: Les Nouvelles Esthétiques Moskau, Paris 

Autorin: Lyudmila Soboleva 


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